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 Pressebericht August 2026 

 Das Roboterprojekt nimmt Fahrt auf 

Das Forschungsprojekt Feldschwarm® Ökosystem entwickelt eine herstellerunabhängige Technologieplattform, die es ermöglicht, dass mehrere Landmaschinen und Agrarroboter gleichzeitig im Schwarm arbeiten – von teilautonom bis vollautonom. Die Bedienperson behält dabei jederzeit die Kontrolle und kann jederzeit eingreifen. Ziel ist es, die Produktivität und Ressourceneffizienz zu steigern, Arbeitskräfte zu entlasten und die Integration in bestehende landwirtschaftliche IT-Systeme sicherzustellen. 

Seit 2023 befindet sich das Projektkonsortium in der Umsetzungs- und Testphase. Ein Höhepunkt des Jahres 2025 waren öffentliche Demonstrationen und Fachworkshops, unter anderem im Rahmen der Messe Öko-Feldtage auf dem Gutshof Wassergut Canitz in Deutschland. Dort wurden Schwarmarbeitsplanung, Missionssteuerung und Fernüberwachung im praktischen Einsatz vorgestellt und diskutiert. Diese Veranstaltungen dienten gleichzeitig als wichtiges Feedback zwischen Forschung und Praxis für die nächsten Entwicklungsschritte. 

Zusammenarbeit mit Partnern

Die Partner des Projekts Feldschwarm® Ökosystem bündeln Fachwissen aus den Bereichen Landtechnik, Automatisierung, Robotik, Softwareentwicklung und Forschung mit dem Ziel, gemeinsam eine herstellerunabhängige Technologieplattform für teilautonome und autonome Landmaschinen zu entwickeln. 

Zu den Industriepartnern gehören:

  • BITSz electronics GmbH, Spezialist für Elektronik- und Sensorsysteme.

  • EIDAM Agrarsystem GmbH, Mitglied der EIDAM Group und Anbieter von Landtechnik sowie innovativen Maschinenlösungen für die Landwirtschaft.

  • ESTINO GmbH, Entwickler von Lösungen zur Erfassung, Übertragung und Analyse von Maschinen- und Prozessdaten.

  • Hydrive Engineering GmbH aus Sachsen, spezialisiert auf Automatisierungs-, Steuerungs- und Simulationssysteme. Hydrive bringt insbesondere Technologien für Fernsteuerung, virtuelle Testumgebungen und die Absicherung autonomer Systeme ein.

  • IndiKar Individual Karosseriebau GmbH aus der WELP Group, die unter anderem Drohnenplattformen zur Umfelderfassung und Betriebsdokumentation entwickelt.

  • LACOS GmbH, erfahrener Anbieter von Software- und Automatisierungslösungen für die Landwirtschaft. LACOS entwickelt zentrale Komponenten der Plattform für Schwarmmanagement, Missionsplanung sowie die Steuerung und Überwachung autonomer Maschinen.

  • LEMKEN GmbH & Co. KG, einer der führenden Hersteller von Landtechnik. Das Unternehmen bringt seine Expertise in den Bereichen intelligente Arbeitsgeräte, Sensorik und digitales Prozessmonitoring ein. Ziel ist es, Arbeitsabläufe effizienter und sicherer zu gestalten und sie auf autonome Anwendungen vorzubereiten. 

Renommierte Forschungseinrichtungen

Unterstützt werden die Unternehmen durch renommierte Forschungseinrichtungen:

  • Das Fraunhofer IVI beschäftigt sich mit Schwarmsteuerung, autonomen Systemen sowie Sicherheits- und Cybersecurity-Konzepten.

  • Das Fraunhofer IWU bringt Know-how in industrieller Automatisierung und sensorgestützter Prozessüberwachung ein.

  • Der Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik der Technischen Universität Dresden unterstützt das Projekt mit Wissen über landwirtschaftliche Prozesse und deren praktische Anwendung.

  • Der Lehrstuhl Technisches Design der TU Dresden steuert Methoden des nutzerzentrierten Designs sowie der Mensch-Maschine-Interaktion bei.

  • Die Universität Leipzig ergänzt das Konsortium mit Fachkompetenz in Wirtschaftsinformatik und der Entwicklung digitaler Systeme. 

 

Gemeinsam schaffen die Projektpartner ein starkes Netzwerk aus Industrie und Wissenschaft und legen damit die Grundlage für eine vernetzte, automatisierte und nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft. 

Intelligente Verschleißerkennung

LEMKEN bündelt drei Sensorsysteme im Rahmen seines Systems iQblue smart implement für Grubber:

  • iQblue tool monitoring bewertet mithilfe von Kamera und künstlicher Intelligenz den Zustand der Schare am Vorgewende.

  • iQblue flow control überwacht den Materialfluss im Bereich der Zinken und meldet Materialansammlungen frühzeitig.

  • iQblue slippage control misst den Schlupf der Walze und passt die Fahrgeschwindigkeit dynamisch an, ebenfalls über das Tractor-Implement-Management (TIM). 

 

Die Module liefern visuelles Feedback auf dem ISOBUS-Terminal beziehungsweise über die Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) und erhöhen Effizienz, Prozessstabilität und Sicherheit. Gleichzeitig stellen sie einen wichtigen Baustein für die automatisierte und autonome Bodenbearbeitung dar. 

 

Aus Sicht des Konsortiums liegen die größten Herausforderungen in:

  • einer sicheren und standardbasierten Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Maschinen,

  • Sicherheitskonzepten für den Mischbetrieb von Mensch, Maschine und Robotik,

  • sowie der vollständigen Integration in landwirtschaftliche Datenräume und FMIS-Systeme (Farm Management Information Systems). 

Das Projekt Feldschwarm® Ökosystem begegnet diesen Herausforderungen mit offenen Schnittstellen, skalierbaren Cloud-Diensten und nutzerorientierten HMI-Konzepten. Ziel ist es, autonome Maschinenschwärme wirtschaftlich tragfähig, sicher und praxistauglich zu machen. Das Konsortium plant, diese Ökosystem-Lösung auch nach Abschluss des Forschungsprojekts weiter zu betreiben und auszubauen. Dafür werden weitere Hersteller von Robotern, Anbaugeräten und Prozessmodulen gesucht, die das Feldschwarm® Ökosystem erweitern möchten. 

Autor: Petr Beneš 

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Pressekontakt

Thomas Damme

LACOS GmbH

Industriestr. 9

07937 Zeulenroda-Triebes

Tel.: +49 36628 68824

info@feldschwarm-oekosystem.de

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Tschechischer Originalartikel Landwirtschaft Technik 35/2026

Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

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